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Eusters
Seltsam ist, dass sich dieser Fernsehsender nie dafür entschuldigt hat, dass ein Alpenrocker, der völkische Texte verbreitet, homophob und gegen die Gleichstellung der Geschlechter ist und überdies auf einem seiner Cover als fleischgewordenes Hakenkreuz zu sehen ist, von den Gebühren der Leute als Dauergast in diversen ZDF-Shows firmiert. Auch komisch, dass man kein Wort der Einsicht vernahm, als die »Tagesthemen« falsche Meldungen zur Ukraine verbreiteten. Sie nannten faschistische Gruppen einfach eine »demokratische Bewegung« und bauten Oligarchen und ihre faschistoiden Methoden zu neuen Hoffnungsträgern auf. Und aktuell nennt man Neonazis Hooligans und keiner kommt um die Ecke und sagt: »Wir entschuldigen uns für den falsch entstandenen Eindruck.«

Es ist alles so schrecklich oberflächlich. Diese Gesellschaft regt sich über Nichtigkeiten auf, die man zu braunen Welteroberungsversuchen verklärt. Braune Hemden, eine 88 auf einer Ariel-Verpackung, angebliche Runen auf Blusen, lauter so blühender Unsinn. Und dann ziehen alle den Schwanz ein, weil sie Angst um ihr Image haben. Man kann zwar die faschistischen Freunde des Westens nachrichtlich leugnen, aber ein braunes Hemd geht auf keinen Fall. Man kann ohne Imageschaden Kinderarbeit ausbeuten, Rohstoffe plündern und mit Militärdiktaturen paktieren, so wie Procter & Gamble, dem Hersteller von Ariel, aber eine 88, diesen Code für Neonazis, der den achten Buchstaben des Alphabets andeuten soll, und den die Mehrheit der Menschen gar nicht kennt, führt zur großen Imagekampagne und zu Entschuldigungen. Eine Bluse mit kleinen Zeichen, die wie eine SS-Rune aussehen, ruft den »Antifaschismus« auf den Plan. Aber die Herstellung der Bluse unter Bedingungen, die einem faschistischen Lager entsprechen, kümmert uns schon wieder weniger.
ad sinistram: Ein Antifaschismus für Hemden, Blusen und Waschmittel
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